CranioSacrale Therapie ist eine manuelle Methode zur Behandlung des CranioSacralen Systems, welches das Zentrale Nervensystem umgibt und wesentlich zu seiner Funktion beiträgt. Ursprünglich von W.G. Sutherland entdeckt und von Dr. John E. Upledger in den 70er Jahren weiter entwickelt und vertieft, stimuliert diese Methode die natürlichen Heilungsmechanismen des Körpers, um somit das funktionelle Vermögen des Zentralen Nervensystems, des Hormonsystems und ebenso aller anderen Systeme des Körpers zu steigern. Das CranioSacrale System besteht aus den Hirn– und Rückenmarkshäuten, die das Zentrale Nervensystem umkleiden und sich von den Knochen des Schädels (Cranium) bis zum Kreuzbein (Sacrum), und beim Pferd bis zu den Schwanzwirbeln erstrecken, sowie der cerebrospinalen Flüssigkeit, die es umspült und allen Strukturen, die für die Produktion und Resorption dieser Flüssigkeit verantwortlich sind. 

Durch craniosacrale Behandlungstechniken kann eine Wiederherstellung der autonomen Flexibilität erreicht werden, sowie strukturelle Restriktionen von Faszien, Suturen und Gelenken gelöst werden. Bewegungsverluste und Restriktion sind z.B. Folgen von Zäumungen, mechanischen und emotionalen Traumen. Dies spielt gerade bei beim Pferd eine besondere Rolle, da die Pferdeführung vorwiegend über den Kopf geschieht. Eine starke Überdehnung der ersten Halswirbel geht damit oft einher. Dies führt oft zu starken craniosacralen Problemen.

Sollten Sie bei Ihrem Pferd eines der hier genannten Symptome erkennen, wäre eine CS-Therapie angebracht:
- Rückenprobleme;
- andauernde Steifheit;
- unterschiedliche und wechselnde Formen der Lahmheit;
- unnatürliche Kopf-, Hals und/oder Schweifhaltung;
- ein andauerndes Leistungstief;
- nicht erklärbare Verweigerungen an einem Hindernis;
- Taktfehler;
- schwaches Immunsystem;
- unerklärbare Nervosität.
Auch nach einem Sturz oder bei einem undefinierbaren Problem, das sich mit herkömmlicher Diagnostik nicht erklären lässt, sollten Sie eine CS-Therapie in Erwägung ziehen.

 

Läsionen des craniosacralen Systems haben z.T. erhebliche Auswirkungen auf die Durchblutung des Gehirns (Head-Shaking), die Verdauungsleistung (Kolik), den allgemeinen Bewegungsapparat und die Psyche.